Arktis

07. June 2021

Das Projekt „Die Teilung der Erde“ von Dierk Schmidt wird im Zusammenhang rechtlicher, politisch-kartografischer und künstlerischer Sprachen die historischen und gegenwärtigen unterseeischen Territorialansprüche um die Arktis in den Blick nehmen und als Beispiel eines Spannungsfelds zwischen „Teilung“ und Vergemeinschaftung einer „frontier zone“, eines unberührten Grenzlandes in diesem Jahrhundert befragt – unter gleichzeitiger Betrachtung von Ressourcen-Politiken, ökologischen Veränderungen sowie internationalen Rechtsprinzipien und Vereinbarungen. Es ist als mehrsemestriger Prozess künstlerisch-wissenschaftlicher Recherche mit Studierenden konzipiert, bei dem zugleich interdisziplinär Anschlussstellen gesucht werden.


AG Künstlerische Forschung

Als Arbeitsgruppe Künstlerische Forschung versuchen wir, Fragen auf den Grund zu gehen, die sich im Kontext dieses Projekts in Bezug auf unsere Position und unsere Haltung stellen: Wie können wir als Künstler*innen mit Orten und Situationen umgehen, die wir aus der Distanz erleben, und was genau heißt hier Erfahrung?  

Aus welcher Perspektive können wir sprechen, forschen und arbeiten, ohne dabei gewaltvolle, koloniale Strukturen kultureller Aneignung zu reproduzieren, wenn unsere eigene Position doch meistens eine privilegierte ist? 

Wie lässt sich artistic research auch als activist research (Ayşe Güleç) begreifen, und wie können wir auf der Grundlage von Solidarität und Empathie von der Geschichte und dem Wissen lernen, die im kollektiven Gedächtnis von communities eingeschrieben und archiviert sind? 

Wie gestaltet sich unsere Rolle in Bezug auf die wissenschaftliche Forschung, in welcher Form ergeben sich Austausch und/oder Abgrenzungen?