Finissage der documenta 14 vor dem Museum Fridericianum, Kassel, 2017. Foto © Nicolas Wefers

Über uns

Die Webplattform documenta studien versammelt Auseinandersetzungen mit der Geschichte und Gegenwart der documenta sowie mit anderen relevanten kuratorischen Praktiken, Formaten und Institutionen. Sie begleitet inhaltlich den Aufbau des documenta Instituts in Kassel, nicht um dieses zu repräsentieren, sondern um eine Öffentlichkeit für kritische documenta- und Ausstellungsstudien zu schaffen. Ziel ist die Herstellung eines transnationalen und transdisziplinären Diskurses parallel zum materiellen Bau des documenta Instituts als Gebäude.

Um der Tatsache gerecht zu werden, dass verschiedene künstlerische, kuratorische, edukative und wissenschaftliche Formen der Wissensproduktion gleichwertige Beiträge zur documenta- und Ausstellungsforschung leisten, umfasst documenta studien die fünf Sektionen Diskurs, Texte, Kunst, Vermittlung und Projekte. Wichtige Kooperationspartner sind die documenta gGmbH und das documenta archiv.

documenta studien ist eine Initiative der documenta Professorin Nora Sternfeld in Zusammenarbeit mit ihrem Team, der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Nanne Buurman, der künstlerischen Mitarbeiterin Ina Wudtke und der Koordinatorin des documenta Instituts Carina Herring. Zusammen zeichnen sie sich für die Konzeption und Redaktion der Webplattform documenta studien verantwortlich.

Nora Sternfeld

Nora Sternfeld ist Kunstvermittlerin und Kuratorin. Seit Januar 2018 ist sie documenta Professorin an der Kunsthochschule Kassel. Von 2012 bis 2018 war sie Professorin für Curating and Mediating Art an der Aalto University in Helsinki. Darüber hinaus ist sie Co-Leiterin des /ecm – Masterlehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien, im Kernteam von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis, Mitbegründerin und Teilhaberin von trafo.K, Büro für Bildung, Kunst und kritische Wissensproduktion (Wien) und seit 2011 Teil von freethought, Plattform für Forschung, Bildung und Produktion (London). In diesem Zusammenhang war sie auch eine der künstlerischen LeiterInnen der Bergen Assembly 2016. Sie publiziert zu zeitgenössischer Kunst, Ausstellungen, Geschichtspolitik, Bildungstheorie und Antirassismus.

 

Carina Herring

Carina Herring ist Kunstvermittlerin und Projektmanagerin. Seit November 2017 ist sie Koordinatorin für den Aufbau des documenta Instituts in Kassel. 2004 bis 2010 war sie Projektleiterin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine. 2012 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln. 2013 bis 2015 hat sie konzeptionell und redaktionell am Onlinearchiv sowie an der vierbändigen Publikation des Modellprogramms Kulturagenten für kreative Schulen mitgewirkt. Seit Juni 2017 arbeitet sie am Forschungsprojekt The Art Educator’s Walk mit, das an der HKB Bern angesiedelt ist und am Beispiel des „Chorus“ der documenta 14 Strategien zeitgenössischer Kunstvermittlung untersucht.

 

Nanne Buurman

Nanne Buurman ist seit Januar 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin für documenta- und Ausstellungsstudien im Fachbereich Kunstwissenschaft der Kunsthochschule Kassel. Nach dem Studium in Leipzig war sie Promotionsstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Internationalen Graduiertenkolleg InterArt an der Freien Universität Berlin, Gastwissenschaftlerin am Goldsmiths College in London sowie Lehrbeauftragte an den Universitäten Leipzig und Hildesheim. Sie arbeitete für verschiedene Kunstinstitutionen und war an zahlreichen Kunstvermittlungs-, Ausstellungs- und Publikationsprojekten beteiligt. Buurman forscht und publiziert zu kuratorischen Praktiken, Gender, Arbeit und Globalisierung im Feld der zeitgenössischen Kunst. Sie ist Mitherausgeberin der Bände documenta. Curating the History of the Present (2017) und Situating Global Art. Temporalities – Topologies – Trajectories (2018).

Ina Wudtke

Ina Wudtke ist bildende Künstlerin. Seit Januar 2018 ist sie künstlerische Mitarbeiterin der documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel. Ihre recherchebasierte Arbeit hinterfragt hegemoniale politisch-gesellschaftliche Diskurse und stärkt Gegendiskurse zu Themenfeldern wie Arbeit, Gender und Wohnen. Von 1992 bis 2004 gab sie das queer-feministische KünstlerInnenmagazin NEID heraus. 2011 erschien unter ihrem Pseudonym T-INA Darling die Konzept-LP The Fine Art of Living über die Verdrängung von EinwohnerInnen mit niedrigem Einkommen aus den Innenstädten. Zusammen mit dem belgischen Philosophen Dieter Lesage schrieb sie das Buch Black Sound White Cube. Die Audiologie des Ausstellungsraums (Wien, Löcker Verlag, 2011). Im Oktober erschien ihr Buch The Fine Art of Living (Berlin, Archive Books, 2018).

Lorena Vicini

Lorena Vicini ist Kulturmanagerin und Forscherin und seit Oktober 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin der documenta Professur. Geboren in São Paulo, hat sie von 2015 bis 2017 für das Goethe-Institut São Paulo gearbeitet, für das sie das Projekt „Episoden des Südens“ koordinierte. In diesem Zusammenhang entwickelte sie Meetings, Studiengruppen, Künstlerresidenzen und Forschungsperspektiven, um das Wissen aus einer ausschließlich südlichen Perspektive zu dekolonisieren. Lorena Vicini ist Mitautorin von: Inspirador: international guidelines for sustainable cultural management (São Paulo 2015; München 2018 – Goethe-Institut) und Identitäten entwickeln, um die Kollektivität zu verbessern, (São Paulo 2016 – Lanchonete.org).

Julia Stolba

Julia Stolba ist seit Oktober 2018 Studienassistentin der documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel. Sie studiert dort im Master Kunstwissenschaft und Bildende Kunst und arbeitet künstlerisch mit experimenteller figurativer Malerei und Zeichnung. Zuvor studierte sie Kunstpädagogik und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie arbeitet als freischaffende Illustratorin.