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Credits: Old Boys Network, 100 Anti-Theses of Cyberfeminism 1997, Detail

Cyberfeminism and Futures from Within

Im Rahmen des Hybrid Work Space der documenta X formulierte das Old Boys Network ein Manifestmit100 Antithesen, was Cyberfeminismus nicht sei.

Wenn wir das Papier des kollektiven, künstlerischen Projekts heute lesen, erscheint vieles aktuell, manches klarer und mutiger als heute, einiges naiv, manches überholt und manches unerreichbarer denn je. Ausgehend von dieser konkreten Geschichte wollen wir in dem Seminar nach kollektiven, feministischen Handlungsformen und technofeministischen Positionen im digital/analogen Raum der Gegenwart fragen. Themen in diesem Zusammenhang sind feministische Ansätze des Copyleft und freier Open Source Software sowie kollektive, digitale, künstlerische Praktiken. Dabei werden Technologien zum selbstverständlichen Teil eines Handelns, das sich weder von ihnen regieren lassen, noch vor ihnen fürchten will, das die sexistischen und rassistischen Vorannahmen der Algorithmen untersucht und sich ihnen ebenso entgegenstellt, wie der zunehmenden Privatisierung des Digitalen. Demgegenüber stehen kollektive Handlungsformen des Voneinander-Lernens, der Vergesellschaftung, der Verfügbarmachung und Veröffentlichung.

Cornelia Sollfrank versteht die Praxis dieser neuen Positionen eines Techno-Öko-Feminismus „als Einladung, an ihre sozialen und ästhetischen Interventionen anzuknüpfen, dazuzukommen, weiterzumachen, nicht aufzugeben.“

Die Veranstaltung ist im Studiengang der Kunstwissenschaft angesiedelt und richtet sich ebenso an Studierende der künstlerischen Studiengänge wie an Studierende der Universität Kassel, die sich für Ausstellungsstudien interessieren.

Prof. Dr. Nora Sternfeldin Kooperation mit Malin Kuht (Vermittlerin, Aktivistin) mit Gastbeiträgen von Goda Klumbyte, (Forscherin mit dem Schwerpunkt Feminismus und Technologie)

Raum: Menzelstr. 12–14, Seminarraum 3140

Termin: Mittwoch 14-16Uhr Beginn: 15.04.2020

credits: VNS Matrix, A Cyberfeminist Manifesto for the 21st Century, 1991.